«Die Magnetin. Musikbild einer gefährlichen Liebe»

Liebe ist sowieso nichts Irdisches, man kann sich also auch gleich in eine Göttin verlieben. Die Schwierigkeiten, die man sich so einhandelt, verlangen, dass man mit dem dritten Ohr hinhört und wenn das Ewige auf Sendung geht, wird jeder Ton zum Segen, jeder Sound zum Gebet.

Frau sitzt mit Kopfhörer auf einem Sofa.
Bildlegende: Imago / Westend61

Ein Hörspiel von Dietmar Dath und Thomas Weber.

Drei Personen, zwei diesseitige, eine jenseitige. Die Unterschiede sind glasklar: Das Jenseits ist eine Frau. Die beiden Männer, die man ebenfalls sofort unterscheiden kann, weil der eine jung und ungeduldig ist, der andere alt und listig, scheinen klar verteilte Positionen einzunehmen: Kunde und Dienstleister, Suchender und Priester, Kranker und Arzt. In Wirklichkeit benutzt der eine den andern, und zwar im Auftrag des Jenseits. Drei gegen einen: Die vierte Figur in diesem Hörtheater ist die Musik persönlich, und am Ende ist sie es, die zeigt, dass Lügen religiös reichhaltiger und wichtiger ist als Beichten. Die Geschichte geht, genau wie der Weltuntergang in jedem besseren Glauben, natürlich gut aus: Gerettet sind wir, wenn es uns in der gewohnten Form endlich nicht mehr gibt.

Mit: Christoph Franken (Kobalt, junger Mann), Effi Rabsilber (Petra/Phädra/die Magnetin, unsterbliche Geliebte), Friedrich Lichtenstein (Doktor Weidanger, alter Priester)

Musik: Kammerflimmer Kollektief - Hörspielfassung: Dietmar Dath, Thomas Weber - Tontechnik: Daniel Senger, Andra Gress, John Krol - Regie: Iris Drögekamp, Thomas Weber - Produktion: SWR 2015 - Dauer: 55'

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen auf unserer Internetseite nur einen Ausschnitt des Hörspiels anbieten.

Redaktion: Kirstin Petri