«Die neunundvierzigste Ausschweifung» von Ror Wolf

Im Nebel, in Afrika, auf dem Schiff, im Zug, in der Tiefe und in der Ferne - ein namenloser Mann ist überall und zugleich im Nirgendwo unterwegs. Er schlüpft in so viele Rollen, dass seine Identität verwischen würde, spräche er nicht dieses sonderbare «R».

Kein richtiges «R», keine richtige Identität, keine richtige Reise, kein richtiger Beruf, ein Haufen Freunde, die verschwinden, und Frauen, die nicht richtig wollen. Dazu noch Sümpfe, Schlangen und Mitreisende, die in unmittelbarer Nähe unendlich entfernt scheinen.

Die Natur ist gross in dieser Welt, die Menschen klein und nichtig - eine typisch Ror Wolfsche Anti-Geschichte, die zugleich tief in der Tradition des Schelmenromans verwurzelt ist.

Mit Lars Rudolph, Doris Wolters, Laura Maire, Hubertus Gertzen, Martin Engler, Berthold Toetzke, Heinrich Giskes und Horst Hildebrand 

Komposition: Rolf Sudmann/Antje Vowinckel - Hörspielfassung und Regie: Antje Vowinckel - Produktion: Südwestrundfunk, 2007

Redaktion: Stephan Heilmann