«Die verlorene Ehre der Katharina Blum» von Heinrich Böll

1972, im Jahr, als ihm der Nobelpreis verliehen wurde, hatte Böll in einem Essay für das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» einen Artikel geschrieben, in dem er sich mit Person und Werdegang Ulrike Meinhofs beschäftigte, für einen menschlichen Umgang mit den RAF-Terroristen plädierte und in diesem Zusammenhang die Berichterstattung der Springerpresse scharf angriff. Dies brachte ihm eine Hausdurchsuchung ein und den Vorwurf, ein «geistiger Sympathisant» des Terrorismus zu sein.

Seine Antwort war die berühmte Erzählung von der hübschen jungen Haushälterin Katharina Blum, die von den Medien so fertig gemacht wird, dass sie sich nur noch mit einem Mord zu helfen weiss. Mit einem Essay von Otmar Hersche, Publizist und ehemaliger Radio- und Fernsehdirektor DRS. Hörspielbearbeitung und Regie: Hermann Naber - Musik: Mauricio Kagel - Produktion: SWF, 1997

Mit einem Essay von Otmar Hersche, Publizist und ehemaliger Radio- und Fernsehdirektor. 

Redaktion: Franziska Hirsbrunner