«Die Weihnachtsgans Auguste» von Friedrich Wolf

Der kleine Peti schliesst die weisse Gans sofort ins Herz, die sein Vater überraschend nach Hause mitbringt. Bald sind sie unzertrennlich. Doch warum hat Vater Löwenhaupt das lebende Tier überhaupt gekauft? Denn eigentlich träumt er doch die ganze Zeit nur von einem weihnachtlichen Festessen

Eine Person trägt eine Gans.
Bildlegende: «Die Weihnachtsgans Auguste» von Friedrich Wolf Aufbau Verlag

Grundsätzlich ist die Familie schon turbulent genug: Vater Löwenhaupt, der despotische Opernsänger, schmettert seine Arien, zwingt die Familie zum gemeinsamen Weihnachtsliedersingen und träumt von der guten alten Zeit und einem schönen Festessen, Mutter Sarah geht alles zu Bruch, was sie in die Finger nimmt, und die drei Kinder Elli, Gerda und Peti streiten, schreien und zoffen, was das Zeug hält. Und als dann auch noch eine lebende Gans ins Haus kommt, wird die ach so besinnliche Vorweih¬nachtszeit im Hause Löwenhaupt zu einer echten Zerreissprobe für die Nerven. Als die Gans dann auch noch zu sprechen beginnt, ist das Chaos perfekt.

Friedrich Wolfs Kinderbuchklassiker war viele Jahrzehnte lang fester Bestandteil der Weihnachtszeit in der DDR und wird auch heute noch gerne rezipiert: als Buch, Film oder Hörbuch. SRF hat nun erstmals eine Hörspielfassung erstellt, die das Märchen aus der Nachkriegs- in die aktuelle Zeit holt.

Mit: Anikó Donáth (Gans Auguste), Katka Kurze (Sarah Löwenhaupt), Dirk Glodde (Luitpold Löwenhaupt), Leonie Hennig (Elli), Marlene Gutjahr (Gerda), Steven Biedermann (Peti) u.a.

Hörspielfassung und Regie: Susanne Janson - Musik: Benjamin Pogonatos - Tontechnik: Tom Willen - Produktion: SRF 2017 - Dauer: 70'

Friedrich Wolf (1888-1953) war ein deutsch-jüdischer Schriftsteller, Dramatiker und kommunistischer Politiker. Nach seinem Studium der Medizin und Jahren der Emigration während des Naziregimes in Deutschland, kehrte er 1945 in die DDR zurück und war massgeblich kulturpolitisch aktiv; u.a. war er an der Gründung der DEFA und der deutschen Sektion des P.E.N. beteiligt und war Gründungsmitglied der Deutschen Akademie der Künste in Berlin.

Diese Produktion dürfen wir Ihnen für 60 Tage zum Nachhören zur Verfügung stellen. Danach wird sie wieder vom Netz genommen.

Redaktion: Susanne Janson