«Dobberkau ist da» von Helmut Bez

In Form eines Schwanks und überraschend frech thematisiert «Dobberkau ist da» die in der DDR allgegenwärtige Gängelung. Zwischen den Zeilen schwingt aber mit, dass diese Gängelung auch die Macht hatte, Leben zu zerstören.

Ein Schriftsteller hat im Auftrag der Gewerkschaft ein Stück für das Laientheater eines Chemiebetriebs geschrieben. Doch erstens bemängelt der Kulturfunktionär das Fehlen einer heroischen Arbeiterfigur, und zweitens gibt es keinen Arbeiter, der diesen Helden spielen könnte, auch nicht Dobberkau, auf den der Funktionär ungeduldig wartet, während er den Schriftsteller mit Zuckerbrot und Peitsche traktiert.

Mit Victor Deiss als Bechthold und Horst Hiemer als Zaumseil

Regie: Fritz Göhler - Produktion: Rundfunk der DDR, 1952 - Dauer: 44'

Dem Hörspiel folgt ein Gespräch mit Ines Geipel.

Redaktion: Franziska Hirsbrunner