«Domino» von Christoph Buggert

72 Statements von 23 Personen, die das Hörspiel montiert, stossen einander an wie Domino-Steine. Die handelnden, besser: getriebenen Figuren erzählen den eigendynamischen Verlauf ihrer, ineinander verwobenen, Geschichten in der Logik verhängnisvoller Kettenreaktionen.

Verschiedene Meinungen treffen aufeinander wie Dominosteine.
Bildlegende: Verschiedene Meinungen treffen aufeinander wie Dominosteine. colourbox

Martin Kurp ist Lehrer für Politik und Wirtschaft am Gymnasium. Er ist theoretisch beschlagen, ein kritischer Kopf, der die Macht und ihre Machenschaften durchschaut und stolz darauf ist. Im Speckgürtel einer deutschen Metropole feststeckend, nach langer Ehe von seiner Frau verlassen, steht er plötzlich vor der Herausforderung seines Lebens: Seine Tochter Utz ist nicht nur mit ihrem Freund Pit in eine gewaltsame Auseinandersetzung mit einer Gang jugendlicher Immigranten geraten.

Pit hat sich auch von seiner Freundin mit Gewalt genommen, worauf er Lust hatte. Und Pit ist der Sohn des amtierenden Justizministers, der gerade im Wahlkampf mit verschärftem Vorgehen gegen «Ausländer» punkten will.

Plötzlich fühlt sich Kurp nicht bloss als Familienvater gefordert. Er steht mittendrin in den «Schweinereien»: lauter Exempel seiner skeptischen Diagnosen. Nun kann und muss er sich beweisen.

Mit Tom Schilling (Pit), Natalie Spinell (Utz), Wolfram Koch (Herr Kurp), Lena Stolze (Frau Kurp), Sylvester Groth (Minister), Leslie Malton (Ministergattin), Felix von Manteuffel (Ministerpräsident), Wolfgang Winkler (Kommissar), Ingo Hülsmann (Neuer Kollege) u.v.a.

Regie: Walter Adler - Produktion: MDR/WDR 2012 - Dauer: 52‘

Redaktion: Mark Ginzler