«Dr Butzäblitz oder bi ds Brandä brennts» von Karl Wittlinger

Wer oder was ist der Butzäblitz? Das sei hier nicht verraten. Nur so viel, er ist äusserst dienlich, vor allem, wenn jemandem das Wasser bis zum Halse steht. Bildlich gesprochen natürlich, denn Feuer - und damit hat er was zu tun, der Butzäblitz - also Feuer und Wasser sind ja wie Hund und Katz...

Brand in einem Dorf.
Bildlegende: (Symbolbild) Keystone

Wenn jemandem das Wasser bis zum Hals steht, und es was zu erben gäbe, ist Mord und Totschlag oft nicht weit, vor allem, wenn der alte Bauer «umsverrecken» nicht sterben will. Da muss doch jedes Mittel erlaubt sein, auch subtile, wie Knollenblätterpilze, oder ein Kissen.

Aber manchmal braucht es eben auf einen groben Klotz auch einen groben Keil. Und wenn das alles nichts nützt, und man am Ende wieder dort steht, wo man schon am Anfang war, hilft nur noch einer: «Dr Butzäblitz».

Eine «träfe» Komödie - genau das richtige für einen Fastnachtsmontag!

Mit: Hanspeter Müller-Drossaart (Jakob Brand, Bauer), Marco Schenardi (Hugo Tschumi, sein Neffe), Anita Schenardi (Marlies Tschumi, Schwester von Hugo), Michaela Steiger (Barbara, Enkelin von Jakob Brand), Vincent Siegrist (Freund von Barbara), Sigi Arnold (Michel, Knecht), Peter Steiner (Notar)

Dialektberabeitung: Marco Schenardi - Musik: Carlo Gamma, Christian Hartmann - Hörspielbearbeitung und Regie: Buschi Luginbühl - Produktion SRF 2005 - Dauer: 50'

Karl Wittlinger, geboren, 17. Mai 1922 in Karlsruhe; gestorben 22. November 1994 in Lippertsreute, Sohn eines Tischlers. Nach dem Abitur war er Soldat in Afrika, wurde verwundet und kam in französische Gefangenschaft. Nach Kriegsende begann er ein Studium der Germanistik und Anglistik in Freiburg im Breisgau, das er 1950 mit der Promotion zum Dr. phil. abschloss. Schon als Student leitete er eine englischsprachige Studentenbühne.

Von 1950 bis 1952 war Wittlinger Dramaturg und Regieassistent an den Städtischen Bühnen Freiburg im Breisgau. Ab 1953 freier Schriftsteller. Nach grossen Bühnenerfolgen und mehrfachen Auszeichnungen wurde er 1968 künstlerischer Beirat des Stadttheaters Konstanz. Von 1970 bis 1982 lebte er in Berlin. Dann zog er in seine badische Heimat zurück und lebte in Horben bei Freiburg im Breisgau.

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir das Hörspiel nur während 20 Tagen integral zum Nachhören anbieten.

Redaktion: Buschi Luginbühl