«Ein verrauchtes Idyll» von Robert Schoen

Wo hat der Mensch seinen Platz in der Welt? Keine geringere Frage umkreist Robert Schoen in seiner Collage. Zu hören sind: eine Hundertjährige, die sich erinnert; eine Vierjährige, die sich die Welt erklärt; Kneipengänger, die sinnieren, und ein Wissenschaftler, der von Ameisenstaaten spricht.

Symbolbild: ein verrauchtes Kaffee
Bildlegende: Robert Schoens Collage «Ein verrauchtes Idyll» stellt die grossen Fragen. Keystone

Der Kritiker Jochen Meissner lobte das Hörspiel als ersten Höhepunkt des Jahres 2016: «Warum die Stimmen der Hundertjährigen so berühren, liegt nicht an ihren Lebensgeschichten [] Es muss etwas mit ihren Stimmen zu tun haben, dass, was sie sagen, so berührt, und mit der ebenso subtilen wie suggestiven Mischung von Robert Schoen, die diese lyrischen Texte jeder Bedeutungshuberei enthebt und sie gerade deshalb umso bedeutsamer erscheinen lässt. Gemeinsam ist den Hundertjährigen an der Schwelle des Todes das Bedürfnis nach Transzendenz, das sie mit den Kneipengängern von vor fünfzig Jahren teilen.»

Mit: Luise Nachbar, Käthe Göbel, Johanne Wiegershaus, Brunhilde Beckmann, Elfriede Telizien, Maria Limper, Therese Jüngling, Erich Nepp, Herbert Lange, Anneliese Picot, Fanny Treptow, Nora Treptow, Gesine Treptow

Regie: Robert Schoen - Produktion: HR 2015 - Dauer: 49'

Der Hörspielmacher Robert Schoen wurde 1966 in Berlin geboren. Nach dem Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Giessen arbeitet er seit Mitte der 90er Jahre als Hörspielregisseur und -bearbeiter. Sein Hörspiel «Schicksal. Hauptsache Schicksal» erhielt 2011 den Hörspielpreis der Kriegsblinden, das Hörspiel «Opa Ottos Wunderwagen» den Kinderhörspielpreis des MDR Rundfunkrats 2015.

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Redaktion: Wolfram Höll