«Erzähl mir von Russland» von Irina Liebmann

Siebzig Jahre lang kannte die Welt nur die Sowjetunion, ihre Politik, ihre Kultur dort, wo einst das Zarenreich gewesen war. Nun ist die Sowjetunion verschwunden, an ihrer Stelle ist Russland erschienen, aber was ist Russland? Die Autorin Irina Liebmann macht sich auf eine Entdeckungsreise.

Häuser in Moskau. Sie sind in Nebel gehüllt.
Bildlegende: Russland früher, Russland heute: Was hat sich verändert? Keystone

Es ist lange her, dass sie das letzte Mal in Russland war. Damals war es noch die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken: das Land, in dem sie geboren wurde, das Land ihrer Mutter, das Land mit der grossen Utopie vom Kommunismus. Doch mit Russland hatte sie abgeschlossen. Bei denen, so hiess es in der DDR, sei es natürlich noch schlechter. Man blickte nach Westen. Seither sind mehr als 30 Jahre vergangen, die Perestroika passé und die Sowjetunion zerfallen. Ein neues Russland hat sich etabliert. Nun fährt sie wieder hin, nach Moskau und noch weiter, nach Kasan. Was ist aus den Menschen dort geworden? Wie haben sie den Zusammenbruch ihres Landes überlebt?

Mit: Johanna Schall, Valery Tscheplanowa, Ursula Staack, Cordula Trantow, Nadja Martina Schulz-Berlinghoff, Konstantin Kouts und Martin Engler

Musik: Sabine Worthmann - Hörspielbearbeitung: Irina Liebmann und Barbara Plensat - Regie: Barbara Plensat - Produktion: RBB 2014 - Dauer: 55'

Irina Liebmann, geboren 1943 in Moskau, studierte Sinologie in Leipzig. Seit 1975 lebt sie als freie Schriftstellerin in Ost-, später in Westberlin. Für ihre Bücher erhielt sie zahlreiche Preise, u.a. den Aspekte-Literaturpreis und den Berliner Literaturpreis.

Redaktion: Johannes Mayr