«Es stand ein Haus in Ostberlin» von Frieder Butzmann

Das «Haus der jungen Talente» in Berlin: Hier wurde die künstlerische Elite der DDR herangezogen, die sozialistischen Stars von morgen. 2002 hat man im Keller des Hauses zwei Koffer mit Tonbändern gefunden: Aufnahmen von Vorsprechen, Selbstkritiksitzungen und Weihnachtsfeiern.

Kunst aus der DDR.
Bildlegende: Die Ausstellung «Kunst in der DDR» (2003) in der Berliner Neuen Nationalgalerie zeigte unter anderem diese beiden Werke. Bild: «Das grosse Stadtbad» (Wolfgang Smy), Skulptur: «Du musst doch bewaffnet sein» (Hans Scheib) keystone

In der geteilten Stadt Berlin standen sich bis 1989 nicht nur zwei politische, sondern auch zwei Kunstsysteme gegenüber: Im Westen das Kreuzberger Biotop ein Freiraum, in dem sich die Einstürzenden Neubauten, Max Goldt, Wolfgang Müller oder Element of Crime einen Namen machten. Im Osten das genaue Gegenteil, die Erziehung von Künstlern, das Planen von Kunst von oben, wofür das «Haus der jungen Talente» (HdjT) exemplarisch steht. Umso interessanter ist das vorliegende Hörspiel: eine Collage, die der Westberliner Frieder Butzmann aus Archivmaterial des HdjT gemacht hat.

Mit: Christoph Hahn, Thomas Kapielski und Frieder Butzmann

Musik: Frieder Butzmann und Christoph Hahn - Regie: Frieder Butzmann - Autorenproduktion für DKultur 2005 - Dauer: 54'

Frieder Butzmann wurde 1954 in Konstanz geboren, er lebt in Berlin. Seit den siebziger Jahren komponiert er, macht Auftritte und Hörspiele, unter anderem mit Thomas Kapielski und Hermann Bohlen.

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen auf unserer Internetseite nur einen Ausschnitt des Hörspiels anbieten.

Redaktion: Wolfram Höll