«Europa - Asien» von Oleg und Wladimir Presnjakow

An dem Grenzstein, der markiert, wo Europa aufhört und Asien anfängt, lungert eine hochprozentige Hochzeitsgesellschaft herum. Sie wartet auf ausländische Touristen und gutgläubige Einheimische, um sie mit einer Spritmixtur abzufüllen und dann auszunehmen.

Eine Hand löffelt einer Braut Honig in den Mund.
Bildlegende: An einer «real russian wedding» wird nicht nur Alkohol getrunken, sondern löffelt man sich auch Honig in den Mund. Flickr/Bolshakov

Sowohl bei dem querschnittsgelähmten Bräutigam im Rollstuhl als auch der süssen Braut nebst Trauzeugen handelt es sich um kriminelle Kleindarsteller. Und schon kommt es zu einer folgenreichen Begegnung: Ein Bus mit europäischen Touristen hält an diesem geographisch hochbrisanten Ort. Die Verbrüderung anlässlich «a real russian wedding» und die Freude der ausländischen Hochzeitsgäste, russisches Brauchtum hautnah und authentisch zu erleben, läuft vor allem des Sprits und zweier sibirischer Killer wegen schnell aus dem Ruder.

Mit: Gottfried John (Erzähler), Milan Peschel, Kathrin Angerer, Astrid Meyerfeldt, Marie Gruber, Horst Lebinsky, Martin Seifert, Steffi Kühnert (Hochzeitsgesellschaft)

Aus dem Russischen von Leonid Tamasow und Werner Buhss - Musik: Gert Bessler - Regie: Wolfgang Rindfleisch - Produktion: DLF 2003 - Dauer: 51'

Die Brüder Oleg und Wladimir Presnjakow kommen aus Jekaterinburg im Ural. Beide sind promovierte Philologen und als Universitätsdozenten tätig. Oleg wurde 1969 geboren, Wladimir 1974. Schon während des Studiums arbeiteten sie als Regisseur, Schauspieler und Autor an einem von ihnen gegründeten kleinen Theater. Seit über einem Jahrzehnt schreiben sie erfolgreich Theatertexte. Bereits ihr erstes Stück «Europa Asien» gewann 2001 beim Moskauer Festival für junge Dramatik «Ljubimowka» den ersten Platz. Weitere Stücke waren: «Terrorismus», 2003 beim Heidelberger Stückemarkt mit dem Europäischen Theaterpreis ausgezeichnet, «Opfer vom Dienst», in Edinburgh uraufgeführt, und «Fussbodenbelag», 2004 in Moskau uraufgeführt.

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Redaktion: Claude Pierre Salmony