«Finkbeiners Geburtstag» von Hugo Rendler

Drei Häftlinge auf der Flucht, ein Kommissar auf Elternbesuch. Der Vater eingeschlossen auf dem Klo, die Kommissarin allein auf der Wache, den Polizeipräsident im Nacken. Die Kommissarin auf der Combox, der Kommissar im Supermarkt, die Häftlinge auch im Supermarkt: Ein Überfall. Eine Entführung.

Ueli Jäggi auf der Bühne.
Bildlegende: Der Schweizer Schauspieler Ueli Jäggi spricht Xaver Finkbeiner in «Finkbeiners Geburtstag» IMAGO

Hugo Rendlers Krimi spielt mit drei Erzählsträngen, lässt sie parallel laufen, verknüpft sie, arbeitet mit Kontrasten und verschiedenen Erzähltempi: Da ist die enervierende, retardierende Langsamkeit von Finkbeiners Vater, der seinen Sohn Heidegger-Paragraphen abfragt. Da ist die Hektik der drei Häftlinge, die ausser der Flucht nicht viel verbindet. Und da ist die Ruhe von Kommissarin Brändle, die versucht, irgendetwas von dem Ganzen zu verstehen.

Mit: Ueli Jäggi (Xaver Finkbeiner), Karoline Eichhorn (Nina Brändle), Buddy Elias (Vater), Thomas Thieme (Schneider), Christian Koerner (Engist), Lars Rudolph (Höppers)

Musik: Ulrich Bassenge - Regie: Mark Ginzler -Produktion: SWR 2010 - Dauer: 54'

Hugo Rendler, geboren 1957 in Stühlingen, wächst in Schwaningen auf, einer kleinen Ortschaft nahe der Schweizer Grenze. Nach der Ausbildung zum Krankenpfleger arbeitet er erst in verschiedenen Spitälern, wird Vater von zwei Kindern, heiratet, macht die Matura auf dem Zweiten Bildungsweg, studiert Mathematik und Philosophie, um sich dann in den 1990ern etwas ganz anderem zuzuwenden: der Schriftstellerei. Neben Romanen, die von der fiktiven Ortschaft Düllenbach erzählen, schreibt er Drehbücher und Hörspiele. Hugo Rendler gehört seit September 2013 zum Autorenteam der «Morgengeschichten» auf SRF 1.

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Redaktion: Wolfram Höll