«Für immer. Peter Kurzeck erzählt sein Schreiben» von Peter Kurzeck und Klaus Sander

Niemand spricht so charmant über sein Schreiben wie Peter Kurzeck: «Für immer» ist eine detailverliebte, hakenschlagende Hommage an französische Kleinstädte, kreischende Dohlen und schnapstrinkende Strassenfeger und gibt beinahe beiläufig einen unsentimentalen Einblick in Kurzecks Schaffensprozess.

Bildlegende: Keystone

Richtig bekannt wurde der Romanschriftsteller Peter Kurzeck (1943-2013) erst durch seinen mündlichen Erzählduktus: Ihm gerät jede Erörterung zur Ortsumgehung und jede Erklärung seines Tagesablaufs zur Liebeserklärung an die Jahreszeit. Bei seinem Erzählen ohne schriftliche Vorlage scheint er selbst oft ehrlich erstaunt über das aus der Erinnerung zutage Geförderte. Und wenn er für seine noch geplanten Schreibprojekte rund 150 Jahre Arbeitszeit vorrechnet, gewinnt man den Eindruck, Kurzeck habe sich mit diesen Aufnahmen gerade noch selbst eingeholt.

Mit: Peter Kurzeck

Regie und Konzeption: Klaus Sander - Produktion: supposé Verlag 2016 - Dauer: 71'

Peter Kurzeck (1943-2013), nach Kriegsende aus der damaligen Tschechoslowakei vertrieben und im hessischen Staufenberg aufgewachsen, war seit den frühen 1970er Jahren Verfasser von autobiografisch gefärbten Romanen, seit den späten 1980ern Träger diverser Literaturpreise (u.a. des Alfred-Döblin-Preises) und Verfasser von Hörspielen. Bekannt für seine eigenwillige Art, seine Romane vorzutragen, erlangte er seit 2004 grosse Aufmerksamkeit mit zahlreichen Hörbüchern. Die Erzählung seiner Nachkriegskindheit «Ein Sommer, der bleibt» wurde vom Hessischen Rundfunk als «Hörbuch des Jahres 2008» ausgezeichnet.

Diese Produktion von Klaus Sander wird Ihnen bis zum 14. August 2017 zum Nachhören und als Podcast zur Verfügung stehen. Danach wird sie vom Netz genommen.

Das Hörbuch ist im suposé Verlag erschienen und kann bestellt werden.

Redaktion: Wolfram Höll