«Funkstille» von Anna Zett und Joshua Wicke

Die Technik hat die Möglichkeiten zur geographischen Grenzüberschreitung gesteigert und auch bereits schon den Unterschied zwischen dem Realen und dem Virtuellen verwischt. Warum also mit Technik nicht auch ins Jenseits vorstossen? In einer spiritistischen Radiositzung soll das gelingen.

Bildlegende: Imago/Westend61

Dialog in der Krise. Stimmen im Apparat. Wir grüssen Euch. - Mit Hilfe des Arbeitskreises für Jenseitskontakte versuchen eine Radiomacherin und ein Radiomacher den 1943 verstorbenen Erfinder der Funktechnologie Nikola Tesla und die 1431 verbrannte, katholische Patronin des Rundfunks Jeanne d'Arc zu kontaktieren. Im Wechselspiel zwischen Fiktion und Experiment verwandeln sich Geräusche in Signale, und eine weisse Taube wird zur Wegweiserin in die Unterwelten der Medienwissenschaft.

Mit: Anna Zett, Joshua Wicke, Anna Schmidt, Bernhard Schütz, Richard Hucke

Musik: Albrecht Panknin - Tontechnik: Albrecht Panknin - Regie: Anna Zett, Joshua Wicke - Produktion: DLF in Kooperation mit der Schauspielschule Ernst Busch 2015 - Dauer: 45'

Anna Zett, 1983 in Leipzig geboren, lebt in Berlin. In ihren Filmen, Texten und Performances geht es immer wieder um das Theater der Technologie und die Tragikomödie der Wissenschaft. Ihr Essayfilm «This Unwieldy Object» (2014) und ihre Videoarbeit «Dinosaur.gif» (2014) werden international gezeigt.

Joshua Wicke geboren 1987, hat Philosophie und Volkswirtschaftslehre studiert und arbeitet als freier Dramaturg in den Bereichen Theater, neues Musiktheater, Performance und Film unter anderem bei Projekten am «Hebbel am Ufer», in den «Sophiensälen» sowie im «Deutschen Theater Berlin». Zurzeit studiert er im zweiten Semester Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» in Berlin.

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Redaktion: Claude Pierre Salmony