«Herzliches Beileid» von Georges Feydeau

Er war vor 100 Jahren der grösste Komödiendichter Frankreichs. Sein Stoff waren die Irrungen und Wirrungen des stets durch Untreue und Unwahrheit bedrohten Beziehungslebens. Seine Waffe waren Worte: schonungsloser Spott. Denn Georges Feydeau hatte nur ein Ziel: dass sein Publikum sich totlachte.

Georges Feydeau gemalt von Carolus-Duran (Musée des Beaux-Arts de Lille).
Bildlegende: Georges Feydeau gemalt von Carolus-Duran (Musée des Beaux-Arts de Lille). wikipedia

Um Kunst und Brüste und Geld – darum geht es kurz gesagt in dem Einakter «Herzliches Beileid». Und um den Tod, der im falschen Moment anklopft. Die turbulente Szene beginnt, als Lucien, von Beruf Buchhalter, zur Hauptsache jedoch ambitionierter Hobbymaler, mitten in der Nacht von einem Künstlerball heimkehrt.

Seine Frau Yvonne, aus dem Schlaf gerissen, verwickelt ihn sofort in Streitereien, die zu eskalieren drohen, als die Form ihres Busens zum Thema wird. Doch da vermeldet ein Diener den plötzlichen Tod ihrer Mutter 

Mit: Michael Schacht (Lucien), Renate Müller (Yvonne), Christel Förtsch (Annette), Paul-Felix Binz (Joseph)

Aus dem Französischen von Charles Regnier - Tontechnik: Roland Häberli - Regie: Urs Helmensdorfer - Produktion: SRF 1987 - Dauer: 40'

Redaktion: Reto Ott