«Ich habe mein Lied zu Ende gesungen»

Michail Alexandrowitsch Bakunin gilt als einer der einflussreichsten Denker und Aktivisten der anarchistischen Bewegung. Seine letzten Jahre verbrachte er in der Schweiz. Er ist in Bern begraben. Das Hörspiel von Kurt Hutterli zeigt die menschlichen Aspekte des alten Anarchisten.

Die Villa Baronata in Minusio war Treffpunkt für Revolutionäre, Anarchisten und Abenteurer.
Bildlegende: Die Villa Baronata in Minusio war Treffpunkt für Revolutionäre, Anarchisten und Abenteurer. Wikimedia

«Seien wir Sozialisten, aber werden wir nie Herdenvölker. Suchen wir die Gerechtigkeit, nur auf dem Wege der Freiheit. Es kann nichts Lebendiges und Menschliches ausserhalb der Freiheit geben, und ein Sozialismus, der sie aus seiner Mitte verstösst, würde uns ganz direkt zu Sklaverei und Bestialität zurückführen.» (Bakunin).

Das Hörspiel spiegelt eine letzte Episode Bakunins. Der vermögende junge Anarchist Carlo Cafiero stellt ihm eine Villa in Minusio am Lago Maggiore zur Verfügung. Von hier aus soll Bakunin die Revolution in Italien organisieren. Es hätte seine letzte grosse Tat werden sollen.

Mit: Hannes Messemer (Bakunin), Renate Müller (Giuseppina), Daniel Kasztura (Daniel), Swen-Eric Bechtolf (Cafiero)

Regie: Charles Benoit - Produktion: SRF 1984 - Dauer: 50'

Michail Alexandrowitsch Bakunin wurde am 30. Mai 1814 geboren. SRF 1 sendet das Hörspiel zum 200. Geburtstag des russischen Revolutionärs und Anarchisten.

Kurt Hutterli (*18. August 1944) ist in Bern aufgewachsen und hat sich an der Universität Bern zum Sekundarlehrer ausbilden lassen. 1996 wanderte er nach British Columbia in Kanada aus.

Er ist heute schweizerisch-kanadischer Doppelbürger. Er ist Träger verschiedener Literaturpreise, wie z.B. des Gedichtpreises der Stadt Bern, des Buchpreises der Stadt Bern und des Preises der Welti-Stiftung für das Drama.

Redaktion: Buschi Luginbühl