«Ich setze die Wahrheit über die Schönheit - Der Hodler und die Hodlerquartette» von Ruedi Häusermann

Ferdinand Hodler (1853 - 1918) gilt als einer der wichtigsten Maler der Schweiz. Es sind die weniger bekannten Seiten des Malers, die Ruedi Häusermann musikalisch und sprachlich umkreist, um so Hodler und sein Spätwerk auf poetische und humorvolle Art hörbar zu machen.

Ferdinand Hodler sitzt vor einer Studie.
Bildlegende: Ferdinand Hodler: Den Maler beschäftigte auch der Tod. Keystone

Hodler hat berauschend schöne Landschaften von extremer farblicher und formaler Intensität geschaffen, ohne die bestimmte Entwicklungen der modernen Malerei kaum möglich gewesen wären. Seine Darstellungen des menschlichen Sterbens gehören zu den komplexesten in der Geschichte der Kunst und seine zahlreichen Selbstporträts zeugen von einer fortlaufenden, künstlerischen wie persönlichen Selbstbefragung.

Das Hörstück basiert auf der Theaterproduktion «Der Hodler», die im April 2010 am Schauspielhaus Zürich Premiere hatte. Die Texte stammen von Peter Bichsel, C.A. Loosli, Robert Walser und Ferdinand Hodler.

Mit: Sara Hubrich (Violine und Gesang), Benedikt Bindewald (Viola und Gesang), Josa Gerhard (Viola und Gesang), Christoph Hampe (Violoncello), Martin Birnstiel (Violoncello und Gesang), Hans Rudolf Twerenbold (Sprache)

Textdramaturgie: Katja Hagedorn, Hans Rudolf Twerenbold, Ruedi Häusermann - Redaktion: Stephan Heilmann - Tontechnik: Franz Baumann - Komposition und Regie: Ruedi Häusermann - Produktion: SRF 2012 -Dauer: 63'

Ruedi Häusermann, 1948 in Lenzburg geboren, studierte Ökonomie und Musik. Früh wandte er sich dem Jazz und der freien Improvisation zu. Mit seinem Soloprogramm «Der Schritt ins Jenseits» stellte er 1993 seine Musik erstmals in einen theatralen Zusammenhang. Häusermann arbeitet an den verschiedensten Theatern im Dreieck Basel, Berlin und Wien. Zahlreiche Preise, u.a. Bayerischer Theaterpreis 1999 und Zürcher Kunstpreis 2011. Hörspiele für Radio SRF u.a. «Max und Moritz» (1994), «Weshalb Forellen in Rapperswil essen, wenn wir im Appenzellerland Speck haben können?» (1995), «Ad Wölfli - Portrait eines produktiven Un=Falls» (2004).

Redaktion: Susanne Heising