«Ist Rupert F. Zybel ein Alpha-Typ?» von Christoph Gahl

Schöne neue Arbeitswelt: flache Hierarchien versus autoritäre Führungsstrukturen, vertikale Entscheidungsfindung statt horizontaler. So die Theorie. Dieses Hörspiel führt vor, wie Individuen sich in der Praxis auf dem Marsch durch die Institutionen doch verführen lassen und verbogen werden.

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Bildlegende: Das Hörspiel von Christoph Gahl führt vor, wie Individuen sich in der Praxis auf dem Marsch durch die Institutionen doch verführen lassen und verbogen werden. imago / Westend61

Rupert F. Zybel hat als Führungskraft beste fachliche Qualifikationen; man bescheinigt ihm Ellbogen, Hirn und rote Backen. Zu einer Führungspersönlichkeit soll er indessen erst gemacht werden. Als beruflicher Senkrechtstarter mit ein paar fortschrittlichen Ideen und als Individualist nicht ohne sensibel-musische Seite ist Zybel eine heikle Mischung aus Eigensinn und Disziplin. Man vertraut jedoch auf seinen sicheren Instinkt für die Balance zwischen Eigenwillen und Willigkeit. Zybel wird ins Topmanagement aufgenommen. Er will handeln. Doch er überschätzt sich, und er unterschätzt den Apparat.

Mit: Horst Mendroch (Rupert), Hilde Ziegler (Konstanze), Gert Westphal (Vorstandsmitglied 1), Hans Gerd Kübel (Vorstandsmitglied 2), Adolph Spalinger (Vorstandsmitglied 3), Renate Schroeter (Dr. Borasch), Brigitte Dietz (Fräulein Knospe)

Tontechnik: Ernst Neukomm und Ruth Pierrehumbert - Regie: Matthias von Spallart - Produktion: SRF 1976 - Dauer: 48'

Redaktion: Mark Ginzler