«Keine Zeit für Trips – Ausgeflippt» von Hadayatullah Hübsch

Ein Mitglied der legendären «Kommune 1» im schonungslosen Selbsterkundungstrip. Der zum Islam konvertierte Hadayatullah Hübsch zeichnet sein autobiografisch gefärbtes Bild der Zeit von «Love and Peace» - inspiriert und illustriert vom Soundtrack der wilden Sechziger: Stones, Beatles, Doors und Co.

Zwei rauchen an einem Joint.
Bildlegende: «Ausgeflippt» ist der mittlere Teil von «Keine Zeit für Trips», einer später auch in Buchform erschienenen Hörspieltrilogie, die Hübsch nach einem Klinikaufenthalt in Angriff genommen hatte imago / United Archives International

Die Revolte ist kaum zu Ende, da zieht einer ihrer schillerndsten Protagonisten Bilanz: atemlos, entwaffnend offen, detailversessen und musikdurchtränkt erzählt der 25-Jährige, wie es um 1968 auf der Strasse, in den Clubs und Kommunen zu und her ging, welche Sehnsüchte ihn umtrieben, welche Träume ihn bewegten. Doch was so hoffnungsfroh begonnen hatte, endet in der Krise: Die radikale Suche nach Sinn führt in einen Teufelskreis von Drogen, Abstürzen, Fluchten, Depressionen und Psychosen. Und als Licht am Horizont dann die Entdeckung des Islam.

«Ausgeflippt» ist der mittlere Teil von «Keine Zeit für Trips», einer später auch in Buchform erschienenen Hörspieltrilogie, die Hübsch nach einem Klinikaufenthalt in Angriff genommen hatte: «Ich begann, so gut ich konnte, mit meiner Vergangenheit aufzuräumen und mich von den Illusionen und festgefahrenen Gewohnheiten der Trips von einst zu lösen. Mein Plan: Ich würde mich hinsetzen und alte Briefe lesen, Tagebuchnotizen durchsehen, Telefongespräche rekapitulieren und stapelweise alte Schallplatten spielen. Ich würde mich vergraben, und mit jedem Atemzug würde die neue Sonne die abgestandenen Lachen dieses Wassers meines alten Lebens auflecken und die Wolken würden diesen Dunst aus Bier und ‘psychedelic aufsaugen und ich würde geläutert werden und glücklich sein.»

Mit: Hans Peter Hallwachs (Kerouac), Joachim Nottke (Zen-Meister), Gunter Cremer (Zitator 1), Peter Gavajda (Zitator 2), Bernd Lau (Erzähler A), Bodo Primus (Erzähler B), Matthias Ponnier (Erzähler C), Eva Garg (Erzählerin), Hadayatullah Hübsch (Hadayatullah), Heiner Schmidt (Quaran)

Tontechnik: Eduard Kramer und Adeltraud Schumann - Bearbeitung und Regie: Peter Michael Ladiges - Produktion: SR 1972 - Dauer: 81'

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Redaktion: Mark Ginzler