«Krok» von Eberhard Petschinka und Helmuth Mössmer

Ist Krok ein Monster? Oder das Opfer einer kranken, gewissenlosen Wissenschaft? Er wurde in der Retorte gezeugt. Aus zusammengepanschtem Erbmaterial. In der Hoffnung, aus ihm den besseren Menschen zu machen. Doch das Experiment läuft aus dem Ruder.

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Ein Professor hat im Labor aus genetischem Material des Gänseblümchens, des Menschenaffen und des Krokodils einen künstlichen Menschen erschaffen. Sein Name: Krok. Dieses Wesen sollte ein Gehirn haben, das andere Gehirne unmittelbar versteht, das sein Gegenüber in seiner Gesamtheit zu erfassen vermag, ohne den Umweg über die Sprache nehmen zu müssen.

Da aber im Labor versehentlich zu viele Krokodilanteile beigemixt wurden, wird Krok zeitweise gewalttätig. Auch Menschen, die sonst friedlich und sanft sind, rasten in Kroks Umgebung plötzlich aus. Die unerklärlichen Gewaltausbrüche kommen einem Teil der Presse gerade recht.

«Krok» ist ein bissig-böses Stück, ein Spiel «mit der wirklichkeit, gen-technik, menschenzüchtung, gewaltgeilen boulevardmedien, grausamkeit, tötungsgier, blutrausch » (Petschinka). Das Hörspiel wurde 1995 in Berlin mit dem Prix Futura ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt.

Mit: André Jung (Krok), Désirée Meiser (Mossbrugger), Norbert Schwientek (Professor), Dietmar Schönherr (Wissenschaftler), Hanspeter Müller-Drossaart (Moraltheologe), Jan Ratschko (Redakteur/ Psychologe 1), Isabelle Menke (Redakteurin/Krankenschwester), Karl Ulrich Meves (Portier), Renate Steiger (Kindermädchen), Walter Baumgartner (Stimme auf Beantworter/Wärter 1), Franziskus Abgottspon (Bibliothekar/Chauffeur/Oberaufseher), Barbara Falter (Assistentin), Klaus Lehmann (Psychologe 2), Klaus Henner Russius (Internatsdirektor), Bernhard Bettermann (Wärter 2)

Musik: Wolfgang Mitterer - Regie: Fritz Zaugg - Produktion: SRF/ORF 1994 - Dauer: 50'

Redaktion: Julia Glaus