«Magebitter» von Fitzgerald Kusz

Die legendäre Schauspielerin Stephanie Glaser agiert zusammen mit Franz Matter in einem Kurzstück des fränkischen Dramatikers Fitzgerald Kusz. In der berndeutschen Version von Charles Benoit zeichnen sie das eindrückliche Bild eines Ehepaares, das sich und der Welt zusehends fremd geworden ist.

Haben sich als Ehepaar nicht mehr viel zu sagen: Albert (Franz Matter) und Hanna (Stephanie Glaser).
Bildlegende: Haben sich als Ehepaar nicht mehr viel zu sagen: Albert (Franz Matter) und Hanna (Stephanie Glaser). Charles Benoit, 1994

Hanna und Albert sind in die Jahre gekommen. Er nennt sie «Mama», sie ihn «Papa». Die TV-Fernbedienung ist kaputt, und sie wissen nicht, wie sie diesen Abend hinter sich bringen sollen.

Langsam tröpfeln die Erinnerungen. Vor allem an die einzige Tochter Ursi, die vor kurzem ausgezogen ist. Es ist ihr Geburtstag, und sie meldet sich einfach nicht. So einsam und verlassen haben sich Hanna und Albert noch nie gefühlt.

Mit: Stephanie Glaser (Mama) und Franz Matter (Papa)

Mundartbearbeitung und Regie: Charles Benoit - Produktion: SRF 1994 - Dauer: 33'

Fitzgerald Kusz lebt in Nürnberg, wo er 1944 geboren wurde. Mit seinen Theaterstücken und Hörspielen, die er grösstenteils im fränkischen Dialekt verfasst hat, gehört er zu den meistgespielten deutschen Dramatikern der letzten 40 Jahre. Kusz ist auch als Lyriker bekannt.

Das Hörspiel kann während 7 Tagen ab Sendedatum online nachgehört werden.

Kontakt: hoerspiel@srf.ch

Redaktion: Reto Ott