«Nichts ist geschehen» von Sylvie Neeman Romascano

Eine junge Frau gerät in eine dramatische Lebenssituation und wird auf eine harte Probe gestellt. Die beindruckende Erzählung von Sylvie Neeman Romascano verhandelt mit viel Leichtigkeit und Humor die wesentlichen Fragen des Lebens.

Ein Zug hält am Bahnhof Mailand.
Bildlegende: Sylvie verpasst auf ihrem Weg zum sterbenden Vater ihren Anschlusszug in Mailand. keystone

Irgendwo in der Schweiz erhält eine Frau einen Anruf aus Süditalien, ihr Vater liegt im Sterben. Hals über Kopf nimmt Dora den Zug. In Mailand verpasst sie ihren Anschluss, und der nächste Zug bleibt wegen eines Unglücks stundenlang auf freiem Feld stehen. Im Speisewagen trifft Dora auf Francesco, steigt mit ihm auf halber Strecke aus, und sie verbringen zusammen die Nacht. Als Dora am folgenden Tag ihr Elternhaus erreicht, ist ihr Vater bereits begraben und die Familie wieder in alle Himmelsrichtungen verstreut.

Mit: Katja Reinke (Dora) und Klaus Brömmelmeier (Francesco)

Aus dem Französischen von Claudia Steinitz - Musik: Jonas Kocher - Hörspielfassung und Regie: Stephan Heilmann - Produktion: SRF 2011 - Dauer: 83'

Sylvie Neeman Romascano wurde 1963 in Lausanne geboren, wo sie ein Literatur- und Philosophiestudium absolvierte. Sie ist Redakteurin von «Parole», der Zeitschrift des Institut suisse Jeunesse et Médias, und bespricht für «Le Temps» Kinder- und Jugendliteratur. «Rien n'est arrivé» von 2001 ist ihr erster Roman; die deutsche Übersetzung erschien 2010. Sie lebt mit ihrer Familie bei Montreux.

Jonas Kocher, 1977 in Nyon geboren, arbeitet als Komponist und Musiker in Biel. Ausbildung an der Hochschule der Künste Bern bei Teodoro Anzellotti (Akkordeon), Pierre Sublet (Musiktheater) und Georges Aperghis (Musiktheater). Auftritte als Akkordeonspieler und Elektroniker in zahlreichen Ensembles für improvisierte Musik. Initiator und Organisator von Swiss-Balcan Creative Music (2007-2008).

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Redaktion: Johannes Mayr