«Nichts. Was im Leben wichtig ist» von Janne Teller

Kaum ein Roman dürfte in letzter Zeit derart für Diskussionen gesorgt haben wie das Debut der Dänin Janne Teller. Das als Jugendbuch erschienene Werk entwirft ein Experiment, das beginnt wie ein Gedankenspiel. Dann wird es blutiger Ernst, und stellt dabei radikal die Frage nach dem Sinn des Lebens.

Erzählt wird die Geschichte des Schülers Pierre Anthon, der eines Tages aufsteht und verkündet, dass nichts im Leben wirkliche Bedeutung habe. Er besetzt darauf einen Pflaumenbaum und provoziert seine Mitschüler mit nihilistischen Phrasen. Das geht so lange, bis die Klassenkameraden beschliessen, Pierre Anthon das Gegenteil zu beweisen: Es gibt Dinge, die es wert sind, für sie zu leben. Und sie beginnen damit, einen «Berg der Bedeutung» zu errichten. Was zuerst als naiver Versuch erscheint, erhält durch den Gruppendruck eine fatale Eigendynamik und läuft schliesslich komplett aus dem Ruder.

Mit: Kostja Ullmann, Anna Fischer, Maike Jüttendonk, Carmen Birk, Marlon Kittel, Simon Jensen

Musik: Ulrike Haage - Hörspiel-Bearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann - Produktion: SWR 2011 - Dauer: 86

Redaktion: Reto Ott