Premiere: «Donjon: Die Prinzessin der Barbaren» 3/5

Das Geschäft läuft schlecht im Donjon, immer weniger Abenteurer zahlen Eintritt, um auf Schatzjagd zu gehen. Herbert hat die rettende Idee: Er setzt das Gerücht in die Welt, eine Prinzessin sei im Donjon gefangen. Doch wie es der Zufall will, befindet sich tatsächlich eine Prinzessin im Donjon.

Isis, der Wärter.
Bildlegende: Isis, der Wärter. Boulet / Éditions Delcourt / SRF

Ein Hörgenuss in 5 Folgen nach dem gleichnamigen Comic von Joan Sfar und Lewis Trondheim. Was ist der Donjon? Zuerst einmal: Eine mächtige Festung mit vier schwarzen Türmen und unzähligen Kerkern und Verliessen. Abenteurer kommen von überall her, um die Schätze des Donjons zu plündern. Warum das ein gutes Geschäft ist? Weil die Abenteurer Eintritt zahlen. Und weil fast alle hier ihr Leben lassen, früher oder später, im Kampf mit den Monstern, die den Donjon bevölkern. Der Donjon, das sind tausend Tote im Monat. Aber eben auch 100'000 Goldstücke pro Monat. Diese Festung ist der Dreh- und Angelpunkt der gleichnamigen Comicserie von Joann Sfar und Lewis Trondheim.

Mit: Hans-Georg Panczak (Herbert), Stefan Kaminski (Hyrka, Ataman, Lakai, Trolle), Jörg Döring (Marvin), Jodoc Seidel (Wärter), Dominik Zeltner (Gürtelschnalle) und Sylvia Steiner (Prinzessin Isis)

Aus dem Französischen von Tanja Krämling - Musik und Sounddesign: Karl Atteln - Geräuschmacher: Wilmont Schulze - Tontechnik: Tom Willen - Hörspielfassung und Regie: Wolfram Höll und Johannes Mayr - Produktion: SRF 2017 - Dauer: 30'

Joann Sfar gehört zu den produktivsten Comicmachern unserer Zeit. Zu seinen wichtigsten Werken gehören «Die Katze des Rabbiners», «Klezmer» und «Vampir». Sfar tut sich auch als Filmregisseur hervor, so bei «Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte» und «Die Katze des Rabbiners».

Lewis Trondheim prägt seit über 30 Jahren den Comic in der Frankofonie. Sei es mit der Gründung des Verlags LAssociation (ein Sprungbrett nicht zuletzt für Joann Sfar), oder mit seinen Comicreihen wie «Herrn Hases haarsträubende Abenteuer» und «Ralph Azham».

Redaktion: Wolfram Höll und Johannes Mayr