«Rocky Dutschke '68» von Christoph Schlingensief

In einer furiosen Collage zertrümmert Christoph Schlingensief Bilder und Formeln einer überständigen Epoche. Das ist ein Generalangriff auf die Generation der '68er, ein Aufstand gegen die ewig richtig Gerechten und politisch Korrekten.

Rudi Dutschke an einer Demonstration im April 1968.
Bildlegende: Rudi Dutschke an einer Demonstration im April 1968. Keystone

Luckenwalde, mitten in den 90ern: Schulfeier, Lehrerfeier, '68er-Feier. Gedenken an Rudi Dutschke: «Sein revolutionärer Kampf begann 17jährig in Luckenwalde und endete tragisch, 39jährig im Exil». Ganz und gar und endgültig endet sein Kampf mit dieser akustischen Abrechnung, einem 68-er-Treffen im Hörspielstudio.

«Live geschaltet aus drei Studios» hören wir 12 Redakteure, die in einem Preisausschreiben ausgewählt wurden: Wolf Biermann, Margret Kleinert, die Redakteurin für «Gedenken ohne Schmerzen», schliesslich sogar Heiner Müller. Man spricht über Hobbies, Arbeit - und Rudi Dutschke.

Mit: Sophie Rois, Bernhard Schütz, Astrid Meyerfeldt, Achim von Paczensky, Kerstin Grassmann, Mario Garzana, Christoph Schlingensief, Ilse Garzana, Kurt Garzana und Rosemarie Bärhold

Regie: Christoph Schlingensief - Produktion: WDR 1997 - Dauer: 50‘

Redaktion: Johannes Mayr