«Rothschilds Geige» von Fritz Zaugg nach Anton Tschechow

Jakow Iwanow, Sargtischler und notorisch unzufriedener Geizkragen, kennt nur eines in seinem Leben: Sorgen. Eine einzige Mühsal ist es, dieses Leben, ein einziges Verlustgeschäft. Und darum schreibt Jakow in seinem Büchlein nur das auf, was er nicht verdient hat.

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Da kommt ihm der Jude Rothschild, mit dem Jakow gelegentlich im gleichen Orchester zum Tanz aufspielt, gerade recht. An ihm, dem jämmerlichen Klarinettenflöter, kann er seine abgrundtiefe Unzufriedenheit so schön abreagieren.

Fritz Zaugg hat die wunderbar poetische, schwermütig-witzige Novelle frei nach Tschechow als Hörspiel dramatisiert.

Mit: André Jung (Erzähler), Norbert Schwientek (Jakow Iwanow, Sargtischler), Renate Steiger (Marfa, seine Frau), Wolfram Berger (Rothschild, Musiker), Jürgen Cziesla (Moische Iljitsch Schachkes, Orchesterleiter), Albert Freuler (Pjotr Alexandrow), Klaus Henner Russius (Maxim Nikolajitsch, Arzt), Klaus Lehmann (Semjon Petrow, Bräutigam), Witek Kornacki (Pope)

Musik: Witek Kornacki - Tontechnik: Monica Kilchenmann, Yvonne Widmer, Norbert Elser - Hörspielbearbeitung und Regie: Fritz Zaugg - Produktion: SRF 1994 - Dauer: 48'

Anton Pawlowitsch Tschechow (geb. 1860 in Südrussland) war Arzt und Schriftsteller. Schon als junger Mann erkrankte Anton Tschechow an Tuberkulose. Er schrieb viele Theaterstücke für das Moskauer Kunsttheater sowie Erzählungen und Novellen. Zu seinen bekanntesten Werken zählen «Drei Schwestern» oder «Der Kirschgarten». Tschechow starb 1904 im deutschen Kurort Badenweiler.

Redaktion: Julia Glaus