«U.S.AmoK» von Marc Becker

Er hiess Theodore Kaczynski und war ein hochbegabter Mathematiker mit glänzenden Karriere-Aussichten. Doch 1969 änderte er sein Leben und zog sich in eine einsame Blockhütte in den Bergen des US-Bundesstaates Montana zurück.

Er verschickte Briefbomben an Angestellte von Universitäten und Fluggesellschaften. Drei Tote und 23 Verletzte gehen auf sein Schuldkonto. 18 Jahre lang gelang es dem sogenannten «Unabomber», das FBI an der Nase herum zu führen.

Diese Lebensgeschichte bildet den Hintergrund von «U.S. AmoK», doch im Mittelpunkt stehen Betty, Eve, Dave und Jim, vier jüngere Leute auf Identitätssuche. «U.S. AmoK» ist ein komplexes Mosaik, zusammengesetzt aus Zeitgeistsplittern, ein Wortgewebe aus gestochen scharfen Wahrnehmungsmomenten. Es ist ein intelligentes Zeitstück, das sich poetisch und kritisch die faszinierende Frage nach der radikalen Utopie und der Legitimität von Gewalt stellt.

Der Chronist: Sebastian Rudolph; Betty: Barbara Falter; Eve: Doris Wolters; Jim: Malte Kühn; Dave: Alexander Tschernek; Frauenstimmen: Katharina von Bock, Herlinde Latzko, Herta Veuhoff; Männerstimmen: Klaus Brömmelmeier, Klaus Henninger, Vincent Leittersdorf

Hörspielfassung und Regie: Charles Benoit - Produktion: Schweizer Radio DRS 2, 2002