«Ungeduld des Herzens» von Stephan Zweig 1/2

Ein junger Offizier der Donaumonarchie fordert an einem Fest die Tochter des Gastgebers zum Tanz auf. Ein Fauxpas: Er hat nicht gesehen, dass die junge Frau gehbehindert ist. Aus Mitleid lässt er sich in eine Beziehung zu ihr ein, die tragisch endet.

Bild einer Filmszene aus «Ungeduld des Herzens» im Jahr 1946
Bildlegende: Filmszene aus «Ungeduld des Herzens» des Regisseurs Maurice Elvey 1946 Imago/United Archives

«Es gibt zweierlei Mitleid. Das eine, das eigentlich nur Ungeduld des Herzens ist, sich möglichst schnell frei zu machen von einem fremden Unglück, jenes Mitleid, das gar nicht Mitleiden ist, sondern nur Abwehr des fremden Leidens von der eigenen Seele, und das andere, das einzig zählt, das Mitleid, das weiss, was es will, und entschlossen ist, geduldig alles durchzustehen bis zum Letzten seiner Kraft und noch über dies Letzte hinaus.» (Stephan Zweig)

Mit: Walter Andreas Schwarz (Erzähler), Matthias Fuchs (Unterleutnant Anton Hofmiller), Kurt Ebbinghaus (Kekesvalva), Gustl Halenke (Edith), Dagmar von Thomas (Ilona), Viktor Stefan Görtz (Doktor Kondor), Alfred Schlageter (Oberst), Nikolaus Haenel (Ferenz), Peter Neubauer (Joschi), Kurt Julius Schwarz (Goldbaum), Helga Roloff (die blinde Frau Kondor), Kurt Beck (Portier), Kristin Hausmann (Telefonfräulein) und viele andere

Musik: Peter Zwetkoff
Hörspielfassung und Regie: Gert Westphal
Produktion: SWF/WDR/SRF/ORF 1961
Dauer Teil 1: 47', Teil 2: 74'

Stefan Zweig, 1881 in Wien geboren, gehörte zu seinen Lebzeiten zu den international meistgelesenen deutschsprachigen Autoren. Er ist der Verfasser u.a. von «Erinnerungen eines Europäers» mit dem Obertitel «Die Welt von gestern» und «Schachnovelle». Zweigs Bücher wurden in Deutschland verbrannt, er selbst landete 1935 auf der Liste verbotener Autoren und musste als Jude nach dem Anschluss Österreichs ins Exil. In der Nacht vom 22. zum 23. Februar 1942 nahm er sich in Petrópolis (bei Rio de Janeiro) mit einer Überdosis Veronal das Leben.

Peter Zwetkoff, 1925 in Bazargic (Rumänien) geboren, war von 1951 bis 1954 Klavierlehrer und Leiter des Orff-Schulwerkes an der Musikschule Innsbruck und arbeitete seit 1954 beim SWF Baden-Baden als freischaffender Hauskomponist für radiophone und filmische Aufgaben, musikdramaturgische Arbeit mit Schauspielern, Musikern, Regisseuren und Technikern. Er schrieb die Musik zu über 250 Hörspielen sowie zu zahlreichen Bühnenwerken und Spielfilmen. Für seinen Walzer in der Hörspielproduktion «Ungeduld des Herzens» erhielt er den Karl-Sczuka-Preis. Peter Zwetkoff starb 2012 in Baden-Baden.

«Ungeduld des Herzens» Teil 2

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Redaktion: Claude Pierre Salmony