«Vatersterben» von Mario Salazar

Der Vater ist tot. Er sitzt atemlos auf dem Sofa. Der Fernseher läuft. Die Zigarettenschachteln stapeln sich auf dem Wohnzimmertisch. Wie fühlt sich das an, wenn der Sohn neben dem toten Vater sitzt? Das Warten auf die Leichenträger. Den toten Vater im Arm. Und der andere Vater? Auch der ist tot!

Bildlegende: Imago/imagebroker

Mario Salazar beschreibt in seinem Monolog den Tod seiner Väter, des leiblichen chilenischen Vaters Omar, der Mitte der Achtziger Jahre aus der DDR ausgewiesen wurde, und des «Ziehvaters» Ottmar, der die familiäre Nachfolge übernommen hatte.

Mit: Matti Krause

Regie: Karin Hutzler - Produktion: SWR 2015 - Dauer: 37'

Mario Salazar wurde 1980 in Berlin geboren. Nach dem Magisterstudium der Lateinamerikanistik, Politikwissenschaft und der Nordamerikastudien an der Freien Universität Berlin und der Universidad de Chile studierte er am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2013 erhielt er den Förderpreis zum Schillergedächtnispreis des Landes Baden-Württemberg. Mario Salazar lebt in Berlin.

Redaktion: Claude Pierre Salmony