«Vom Leben gewöhnlicher Männer und Frauen: Molteni Franca» von Giuseppe Pontiggia

Der Vater, ein Bäcker, der Bücher über Napoleon sammelt, stirbt noch vor ihrer Geburt. Franca Molteni selbst wäre zu gerne eine berühmte Schauspielerin geworden, aber dafür fehlt es ihr an Bildung und wohl auch an wahrem Talent.

Dann geht eigentlich alles schief - bis sie in eine Seniorenresidenz zieht.

Diese Resident, sagt sie, sei «besser als ein Hotel». Hier findet sie sie späte Erfüllung, indem sie sich als Schauspielerin ausgibt, die zugunsten der Familie auf eine grosse Zukunft verzichtet hat.

Vier Tage nach einer Lesung aus Dantes «Inferno» im Vortragssaal der Residenz stirbt sie am 16. September 1978 76-jährig an einem Gehirnschlag.

Wie in allen der achtzehn erfundenen Lebensläufe in Giuseppe Pontiggias Roman «Vite di uomini non illustri» mildert ein feiner Humor das Erschrecken vor dem unerbittlichen Dahinfliessen des Lebens.

Mit Paul Burian, Till Kretzschmar, Herlinde Latzko und Susanne-Marie Wrage

Deutsch: Barbara Krohn - Musik: Jörg Köppl - Regie: Franziska Hirsbrunner - Produktion: Schweizer Radio DRS, 2008 - Dauer: 18'

Redaktion: Franziska Hirsbrunner