«Was uns trennt» von Chris Ohnemus

Als Mensch befindet man sich in vielen komplizierten Beziehungen. Eine der kompliziertesten, neben den zwischenmenschlichen, ist sicher die zum Geld. Hat man keines, hat man ein Problem. Hat man aber viel, ist das auch ein Problem. Ein Luxusproblem. Ein neues Hörspiel geht dem Dilemma auf den Grund.

(Symbolbild)
Bildlegende: (Symbolbild) colourbox

Ein Leben frei von finanziellen Sorgen, wer wünscht sich das nicht? Und was wäre man bereit, dafür zu geben? Susu, eine erfolglose Schriftstellerin Anfang 30, muss sich entscheiden. Um sich finanziell über Wasser halten zu können, verlässt sie Berlin und nimmt einen Job auf einem Bauernhof im Schwarzwald an.

Doch dann wird sie Zeugin einer ebenso abenteuerlichen wie absurden Aktion: Sie beobachtet, wie auf dem Luftweg illegales Geld aus der Schweiz über die süddeutsche Grenze gebracht wird. Gegen ihren Willen wird Susu zur Komplizin. Schlimmer noch: Ein Schweizer Banker macht ihr ein unmoralisches Angebot

Chris Ohnemus zeigt in ihrem geistreichen Hörspiel, wie vielschichtig die Begegnung mit der Versuchung des «Grossen Geldes» ist und wie unterschiedlich die Motive sein können, ihr zu erliegen. Radikal zugespitzt fragt sie: Ist jeder Mensch käuflich? Hat jeder seinen Preis? Oder gibt es Wege, das System zu unterlaufen und ein Leben jenseits monetärer Zwänge zu führen?

Mit: Alexandra Henkel (Susu Bucher/Das Geld), Angelika Bender (Martha Mischel), Pierre Siegenthaler (Herr Füssli), Thomas Meinhardt (Bauer), Anuk Ens (Frau Mischel-Beck, Marthas Tochter), Daniel Wiemer (Student), Jürgen Escher (Nachrichtensprecher)

Regie: Martin Zylka - Produktion: SR 2016 - Dauer: 51'

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir nur einen Ausschnitt des Hörspiels anbieten.

Redaktion: Reto Ott