«Wenn Chnächte Puure spile» von Heinz Stalder

Sie heissen jetzt Dienstboten und haben einen eigenen Verein. Aber für die Meisterleute bleiben sie «Chnächte» und «Jumpfere» und werden auch weiterhin so behandelt.

Die «Dienstboten» proben eine Theaterszene: Rahel Hubacher, Werner Biermeier, Peter Freiburghaus, Frank Demenga (v.l.n.r.).
Bildlegende: Die «Dienstboten» proben eine Theaterszene: Rahel Hubacher, Werner Biermeier, Peter Freiburghaus, Frank Demenga (v.l.n.r.). SRF

So passt es den Bauern auch nicht, dass die Dienstboten ein eigenes Theater aufführen wollen im Dorf. Die sollen gefälligst im Haus und im Stall sein, wenn man sie braucht. Die Bauern legen den Dienstboten Steine in den Weg und Chnebel zwischen die Füsse, um ihnen das Theater zu verleiden. Aber die Knechte und Mägde sind nicht mehr zu bremsen. Sie ziehen ihr Theater durch, ghoue oder gstoche.

Der Autor Heinz Stalder  holte den Stoff für dieses Hörspiel aus einer Kindheitserinnerung. Er wuchs in einem kleinen Berner Bauerndorf auf. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg begannen sich die Mägde und Knechte zu organisieren in sog. Dienstboten-Vereinigungen. In dieser Zeit der späten 1940er Jahre spielt denn auch das Hörspiel.

Mit: Peter Freiburghaus (Präsident), Rahel Hubacher (Anna Zwahlen), Marlise Fischer (Liseli Schläpfer), Marianne Weber (Trudi Gerber), Frank Demenga (Sepp Kneubühler), Ernst Sigrist (Franz Gutknecht), Daniel Rothenbühler (Urs Balsiger), Werner Biermeier (Regisseur Danioth), Daniel Kasztura (1. Bauer), Stefano Wenk (2. Bauer), Michael Neuenschwander (3. Bauer), Rosemarie Wolf (1. Bäuerin), Silvia Jost (2. Bäuerin), Marie Omlin (Wirtin)

Musik: Werner Aeschbacher - Regie: Geri Dillier - Produktion: SRF 2013 - Dauer: 51'

Redaktion: Geri Dillier