Faultiere leben langsamer

  • Sonntag, 2. Juni 2013, 15:05 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 2. Juni 2013, 15:05 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 8. Juni 2013, 10:55 Uhr, SRF 1
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Eines der seltsamsten Geschöpfe der Erde ist das Faultier. Von Mittelamerika bis ins südliche Brasilien findet man es in den Baumkronen der Regenwälder. Es gibt Zwei- und Dreifingerfaultiere, je nachdem ob ihre Vorderarme in zwei oder drei grossen Krallen enden.

Die heute lebenden Arten sind deutlich kleiner als ihre Vorfahren. Fast das gesamte Leben der Faultiere findet mit dem Rücken nach unten, an einem Ast hängend, statt. Sie ernähren sich fast ausschliesslich von Laub, nur die Zweifingerfaultiere fressen hin und wieder auch Früchte und Kleintiere. Für ihre Grösse besitzen sie die niedrigsten Stoffwechselraten aller Säugetiere: Nur etwa alle acht Tage werden Kot und Urin abgesetzt - die einzige Tätigkeit, zu der sie auf den Boden herabklettern. Ihre Körpertemperatur lässt eher an Reptilien als an Säugetiere denken: Sie kann bis auf 24 Grad Celsius absinken. Wie Echsen nutzen Faultiere ein Sonnenbad zur Temperaturregulierung. Viel gibt es noch im Alltag dieser kaum erforschten Tiere zu entdecken.