Das Jahr 1868 - 150 Jahre Tonhalle Zürich

Bereits am Silvester 2017 ist das Tonhalle Orchester Zürich mit dem Gastdirigenten Michael Sanderling in seine Jubiläums-Saison gestartet. Alle Werke auf dem Programm stehen im engen Bezug zum Gründungsjahr des Orchesters.

So komponierte Richard Wagner, der schon zuvor während seiner Zürcher Jahre das Musikleben professionalisiert und eindringlich ein Berufsorchester für Zürich gefordert hatte, im Jahr 1868 seine Meistersinger-Ouvertüre. Wenig später wurde sie auch in Zürich aufgeführt und stürmisch gefeiert. Max Bruch komponierte für den epochalen Solisten Joseph Joachim sein erstes Violinkonzert. Es sollte - sehr zum Missfallen des Komponisten - alle seine späteren Konzerte überstrahlen. Andreas Janke, Konzertmeister des Tonhalle Orchesters, bringt mit Bruchs Melodien einmal mehr seine überragenden Qualitäten als Solist zur Geltung.
Giocchino Rossinis Tod erschütterte 1868 die gesamte Musikwelt, und in Russland betrat zur gleichen Zeit ein junger Komponist aus Moskau namens Tschaikowsky mit seiner ersten Sinfonie die grosse Bühne. Diesem Generationenwechsel ist die zweite Konzerthälfte zum Tonhalle-Gründungsjahr gewidmet.

Richard Wagner: Vorspiel zu «Die Meistersinger von Nürnberg»
Max Bruch: Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26
Gioacchino Rossini: Ouvertüre zu «Guillaume Tell»
Pjotr I. Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 1 g-Moll op. 13 «Winterträume»

Tonhalle Orchester Zürich
Michael Sanderling, Leitung
Andreas Janke, Violine

Konzert vom 31. Dezember 2017, Maag-Halle, Zürich

Redaktion: Andreas Müller-Crepon