Das Musikalische Opfer gestern und heute

Vertrackt und raffiniert zugleich ist Bachs «Musikalisches Opfer». Denn das Thema dazu, das Bach von Friedrich II. von Preussen persönlich erhalten hatte, eignete sich für den gewünschten mehrstimmigen Kanon eigentlich hinten und vorne nicht.

Doch Bach machte das Unmögliche möglich allerdings mit einigen Tricks, und er rächte sich auf seine Weise: Zwei Stücke sind sogenannte Rätselkanons, bei denen man zuerst einmal herausfinden muss, wie sie gehen sollen. Bachs «Musikalisches Opfer» ist aber auch eine Herausforderung für Komponisten von heute. Fünf stellen sich ihr mit eigenen kurzen Intermezzi, die das ensemble zero bei ihnen bestellte und bei diesem Konzert uraufführte.

ensemble zero:
Brian Dean, Violine
Magda Schwerzmann, Flöte
Sarah Weilenmann, Violoncello
Sebastian Wienand, Cembalo


Johann Sebastian Bach: Musikalisches Opfer BWV 1079

Fünf zeitgenössische Intermezzi (Uraufführungen):
Matthias Müller: Bacharole
Nadir Vassena: Ricercar ramingo dell‘ ottavo tono
Isabel Mundry: Verrauscht
Daniel Weissberg: Geopferte Klänge
Rudolf Kelterborn: A la recherche des sons perdus

Konzert vom 17. März im Lavatersaal Zürich