Der Akademiechor Luzern singt Anton Bruckners e-Moll Messe

Studierende der Hochschule Luzern - Musik singen und spielen bei ihrem traditionellen Auftritt am Lucerne Festival zu Ostern Musik von Anton Bruckner. Und das in ungewohntem Kontext.

Symbol auf Rot
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Während Bruckners e-Moll Messe zu den grossen und bekannten Werken des Spätromantikers gehört, hört man das «Os justi» selten. Ein kürzeres Werk für achtstimmigen Chor a cappella, das ein musikalisches Experiment ist: Schreibt Bruckner diese Psalmvertonung doch im alten Palestrina-Stil, wobei er alle «verbotenen» Dissonanzen meidet.
Einen Kontrast dazu bilden dann die Sätze der «Fanfares liturgiques» des Franzosen Henri Tomasi. Nicht nur, weil sie jeweils zwischen den Sätzen der Bruckner-Messe erklingen, sondern auch mit ihrer geschärften Tonsprache und ihrem Kontext: Zeichnet das Stück doch die Wandlung des zügellosen Don Juan zu einem Menschen voller christlicher Nächstenliebe nach.

Anton Bruckner: Os justi WAB 30
Henri Tomasi: Fanfares liturgiques für Blechbläser, Schlagzeug und Chor
Anton Bruckner: Messe Nr. 2 e-Moll WAB 27 (2. Fassung von 1882)

Akademiechor Luzern
Instrumentalisten der Hochschule Luzern - Musik (Immanuel Richter, Einstudierung)
Ulrike Grosch, Dirigentin

Konzert vom 19. März 2018, Franziskanerkirche Luzern (Lucerne Festival zu Ostern)

Redaktion: Norbert Graf