Kammermusik im Sechseck

Fünf Instrumentalisten für ein Werk von Sergej Prokofiev: Diese Idee stand am Anfang des Hexagon-Ensemble Lucerne. Die Besetzung Oboe, Klarinette, Violine, Viola und Kontrabass ist ungewöhnlich für ein Kammermusikwerk.

Symbol auf Grün
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Fünf renommierte Musikerinnen und Musiker aus der Schweiz hatten den Wunsch, Prokofiews Quintett aufzuführen, das diese Besetzung verlangt. Und als sie dann ein Stück quasi derselben Formation des Franzosen Guillaume Connesson entdeckten, war nicht nur das zusätzliche Klavier mit dabei, sondern auch der Name geboren für diese Sechser-Besetzung: Hexagon-Ensemble Lucerne.
Fürs Konzert in Andermatt kamen zwei weitere Werke dazu: Ein Arrangement der bekannten Suite von Gustav Holst und ein neues Werk von Edward Rushton, das geschrieben wurde «für die Bevölkerung des Urserntals, in Erinnerung an General Alexander Wassiljewitsch Suworows Irrfahrt durch die Schweizer Alpen im Jahre 1799».

Gustav Holst: St. Pauls Suite, für Oboe, Klarinette, Violine, Viola, Kontrabass und Klavier (Arr. Claude Rippas)
Sergej Prokofiew: Quintett op. 39 für Oboe, Klarinette, Violine, Viola und Kontrabass
Edward Rushton: «Comfort & Courage» für Oboe, Klarinette, zwei Violinen, Kontrabass und Klavier (UA)
Guillaume Connesson: Sextett für Oboe, Klarinette, Violine, Viola, Kontrabass und Klavier

Hexagon-Ensemble Lucerne:
Anja Röhn, Violine
Christina Gallati, Violine & Bratsche
Andrea Bischoff, Oboe
Dimitri Ashkenazy, Klarinette
Bozo Paradzik, Kontrabass
Ivo Haag, Klavier

Konzert vom 29. März 2018, Andermatt, Kirche St. Peter und Paul (Klassik Osterfestival Andermatt)

Als Ergänzung:
Daniel Schnyder: «Die Teufelsbrücke» für Klaviertrio, gewidmet der Bevölkerung des Urserntales
Schweizer Klaviertrio, Konzert vom 31. März 2018 (Klassik Osterfestival Andermatt)



Redaktion: Patricia Moreno