Komponieren als Ausweg aus der Krise

Robert Schumann durchlitt in seinem Leben zahlreiche kritische Phasen, körperlich wie seelisch. Und nicht selten setzte er seinen persönlichen Zustand in direkten Bezug zu seiner Musik. So geschehen bei der zweiten Sinfonie, die während einer schweren Depression entstand. 

In die Entstehungszeit dieses Werks fällt auch die Überarbeitung und Ergänzung des a-Moll Klavierkonzertes. Auch in diesem wohl berühmtesten romantischen Klavierkonzert wird gerungen: um die Liebe zweier Menschen, die sich ihr Glück erkämpfen müssen. Denn auch hier gibt es autobiografische Bezüge, komponierte Robert Schumann das Stück doch für Clara Wieck, deren Vater sich vehement (wenn auch vergebens) gegen die Beziehung seiner Tochter zu Robert Schumann einsetzte.


Der niederländische, nahe Luzern wohnhafte Dirigent Bernard Haitink und der amerikanische, Grammy-gekrönte Pianist Murray Perahia sind langjährige musikalische Weggefährten; auch letztes Jahr trafen sie zum Abschluss von Haitinks Schumann-Zyklus in Luzern zusammen.

Robert Schumann: Ouvertüre, Scherzo und Finale E-Dur op. 52
Robert Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54
Robert Schumann: Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61

Chamber Orchestra of Europe
Bernard Haitink, Leitung
Murray Perahia, Klavier

Konzert vom 28. August 2014, KKL Luzern (Lucerne Festival)

Redaktion: Patricia Moreno