Mit Wespe, Grille und Pfau: Das Liedrezital von Silke Gäng

Die ganzen Ausdrucksmittel der menschlichen Stimme sind gefragt, wenn die junge Mezzosopranistin Silke Gäng ihr «tierisches» Rezital aufführt.

Bei Silke Gäng muss es nicht immer klassisch sein
Bildlegende: Bei Silke Gäng muss es nicht immer klassisch sein ZVG / Silke Gäng

«Wespe, komm in meinen Mund» heisst es in dem Gedicht, das der deutsche Komponist Enno Poppe für sein Stück für Stimme solo ausgewählt hat. Und mit der «Wespe» im Text kommt auch das Surren und Summen der unterschiedlichen Laute.

Silke Gäng, die in Basel ausgebildete Sängerin und zweifache Preisträgerin des «Concours Ernst Haefliger», hat sich für ihr diesjähriges Debut am Lucerne Festival an den Tieren orientiert. Neben Poppes «Wespe» tritt ein ganzes Bestiarium auf, vom Dodo über den Pfau bis zu Delphin und Schwan. Womit sich eine grosse Bandbreite an sängerischen und darstellerischen Möglichkeiten ergibt.

Francis Poulenc: Le bestiaire ou Cortège dOrphée
Enno Poppe: Wespe für Stimme solo
Hugo Wolf: Ausgewählte Lieder nach Gedichten von Mörike und Goethe
Reinhard Febel: Der Gesang des Dodo
Maurice Ravel: Histoires naturelles

Silke Gäng, Mezzosopran
Marco Scilironi, Klavier

Konzert vom 3. September am Lucerne Festival Sommer 2015, Lukaskirche Luzern

Redaktion: Sara Trauffer