Pavillon Suisse: Eine «Boccheriniade» aus Locarno

Boccherini, der 1805 in der spanischen Hauptstadt verstarb, steht als Musiker etwas im Abseits der Musikgeschichte. Zeit für eine erneute Beleuchtung!

Symbol auf Rot
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Rund 400 Kammermusikwerke hat Bocherini komponiert, und wie der berühmte Joseph Haydn suchte auch der Italiener, der den grössten Teil seines Lebens in Spanien verbrachte, nach einem neuen Musikstil, dem der «Klassik».
Wie Haydn interessierte sich auch Boccherini in seinen Kammermusikwerken für den musikalischen Dialog in einem Netz von gleichberechtigten Stimmen. Anders als Haydn galt Boccherinis Interesse aber vor allem den Melodien und den koloristischen Charakterisierungen. Deshalb auch die Gitarre, die er zu seinen Streichquartetten wiederholt hinzugezogen hat.
Dass Boccherini einiges mehr zu bieten hat als sein berühmt-berüchtigtes Menuett verspricht, lässt sich in dieser «Boccheriniade» erfahren: Ein Konzert auf historischen Instrumenten mit dem AleaEnsemble und dem Gitarristen Matteo Mela, das wir als dreisprachig moderierten «Pavillon Suisse» präsentieren.

Luigi Boccherini: Streichquartett c-Moll op. 41 Nr. 1, G 214
Luigi Boccherini: Gitarrenquintett Nr. 3 B-Dur G 447
Luigi Boccherini: Streichquartett B-Dur op. 2 Nr. 2, G 160
Luigi Boccherini: Gitarrenquintett Nr. 4 D-Dur G 448

Matteo Mela, Gitarre
AleaEnsemble:
Fiorenza de Donatis, Violine
Andrea Rognoni, Violine
Stefano Marcocchi, Viola
Gaetano Nasillo, Violoncello

Konzert vom 5. April 2019, Sala della Sopracenerina, Locarno (Concerti delle Camelie)

Das Konzert steht bis 30 Tage nach Sendetermin zum Nachhören zur Verfügung.

Redaktion: Eva Oertle