Pavillon Suisse: Entdeckungen und Klassiker aus Lausanne

Als Einstand dirigiert der neue künstlerische Leiter des Orchestre de Chambre de Lausanne, Joshua Weilerstein, zwei wohlbekannten Klassiker, garniert sie aber mit hörenswert Unbekanntem: Martinus Sinfonietta und Golijovs fliegenden Pferden.

Die Musik von Osvaldo Golijov ist stark von ganz unterschiedlichen Traditionen beeinflusst - dem Klezmer seiner rumänisch-jüdischen Familie und dem Tango Argentiens, wo er aufwuchs. Die Musikstile, mit denen er auf seinen Reisen in Kontakt kam, hinterlassen ebenfalls Spuren in seinem Werk. Heute lebt und arbeitet Golijov in den USA. Grossen Erfolg hatte seine Markus-Passion im Auftrag der Stuttgarter Bach-Akademie.

Auch Bophuslav Martinus Musik schlägt Brücken - von seiner tschechischen Herkunft zur Moderne, von der Romantik ins 20.Jahrhundert. Für spannende solistische Gestaltung im Geiste der Romantik sorgt der französisch-Schweizerische Pianist Cédric Pescia im Klavierkonzert von Robert Schumann.

Bohuslav Martinu: Sinfonietta für Klavier und Kammerorchester A-Dur «La Jolla»
Robert Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54
Jörg Widmann: Con Brio. Konzertouvertüre
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60

Orchestre de Chambre de Lausanne
Joshua Weilerstein, Leitung
Cédric Pescia, Klavier

Konzert vom 17. November 2015, Salle Métropole, Lausanne

Redaktion: Andreas Müller-Crepon