Pavillon Suisse: Mit einer Berner «Hang» ins Tessin

«Hang» bedeutet auf Berndeutsch nichts anderes als «Hand». Und genau damit wird dieses ungewöhnliche Percussions-Instrument auch gespielt, das fast wie eine karibische Steel-Drum klingt. Und es klingt auch ein wenig nach Idylle.

Gar «gefährlich nah» an einer Idylle für den Komponisten Mathias Steinauer. Steinauer ist der erste Komponist, der die Hang in einem klassischen Kontext eingesetzt hat mit ironischem Augenzwinkern. Damit es nicht allzu idyllisch wird, lässt er die Hang von einem Streichorchester begleiten, dessen Spieler auch Pfannendeckel und Plastikflöten zu betätigen haben.

«Quasi idilliaco» nennt Steinauer sein Stück, das das Publikum in eine spannungsvolle musikalische Schieflage bringen will. Für den «idyllischen» Ausgleich sorgen an diesem Abend dann die Serenaden von Mozart und Richard Strauss.

Richard Strauss: Serenade für 13 Blasinstrumente Es-Dur op. 7

Mathias Steinauer: Quasi idilliaco für Hang und Orchester

Wolfgang Amadeus Mozart: Serenade Nr. 9 KV 320 «Posthorn-Serenade»

Orchestra della Svizzera Italiana
Tilo Wachter, Hang
Leitung: Arturo Tamayo

Konzert vom 11. April 2014 im Auditorio RSI, Lugano

Redaktion: Eva Oertle