«Planet Mozart» mit zwei starken Frauen

«Planet Mozart»: Hinter diesem Konzerttitel verbirgt sich gleich ein ganzes Bündel an musikalischen Entdeckungen.

Im Genfer Konzert der «Swiss Chamber Soloists» geben zuerst zwei Frauen den Ton an: Fanny Hensel-Mendelssohn, deren Lieder qualitativ mindestens an diejenigen ihres berühmten Bruders Felix heranreichen. Und die Engländerin Elizabeth Barrett-Browning, die durch ihr unkonventionelles Leben spätere Schriftsteller-Kolleginnen wie Virginia Woolf beeinflusste. Ihre Texte vertonte der Schönberg-Schüler Egon Wellesz.

Nach der Pause dann dreht der Zürcher Komponist Mischa Käser seine musikalischen Bahnen um den «Planeten Mozart» - mit einer Streichquartett-Hommage an den Wiener Komponisten. Und Mozart selbst kommt auch zu Wort: Mit seinem späten F-Dur Streichquartett, ein Klassiker der Wiener Klassik.

Fanny Hensel-Mendelssohn: Fünf Lieder op.10, bearbeitet für Sopran und Streichquartett von Otfried Nies
Egon Wellesz: Sonette der Elizabeth Barrett-Browning für Sopran und Streichquartett op. 52
Mischa Käser: Streichquartett Nr. 1 (Uraufführung)
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquartett F-Dur KV 590

Swiss Chamber Soloists:
Sarah Sun, Sopran
Yuki Kasai, Violine
Yuka Tsuboi, Violine
Jürg Dähler, Viola
Daniel Haefliger, Violoncello

Konzert vom 10. März 2017, Conservatoire de Genève

Redaktion: Eva Oertle