Raritäten der «Mannheimer»

Die Höfe von Mannheim und Schwetzingen stehen ganz am Anfang der Entwicklung des klassischen Sinfonieorchesters. Trouvaillen dieser «Mannheimer Schule» sind in diesem Konzert zu hören.

Es ist eine Musik, die um ihre Effekte weiss und verspielt mit ihnen umgeht. Nicht umsonst haben spätere Musiker einen Begriff wie die «Mannheimer Rakete» geprägt: Ein Hinweis, wie energiegeladen damals musiziert wurde.

Mitte des 18. Jahrhunderts waren die beiden süddeutschen Fürstenhöfe von Mannheim und Schwetzingen die Avantgarde-Brutstätten des Orchesters, ausgestattet mit so originellen Köpfen wie den beiden Brüdern Stamitz oder den Italienern Jomelli und Toeschi. Ihre Musik ist heute weniger bekannt als ihre Namen. Eine Möglichkeit das zu ändern, bietet diese Konzertaufnahme von den letztjährigen Schwetzinger Festspielen.

Die angekündigte Konzertaufnahme mit der Camerata Rousseau aus Aarau muss leider entfallen.

Niccolò Jommelli: Sinfonie G-Dur zur Oper «Caio Fabrizio»
Johann Stamitz: Sinfonie Es-Dur op. 4 Nr. 4
Anton Stamitz: Sinfonia concertante C-Dur
Carl Joseph Toeschi: Sinfonie Es-Dur op. 1 Nr. 6
Carl Stamitz: Flötenkonzert G-Dur op. 29
Franz Xaver Richter: Sinfonie in D-Dur op. 2 Nr. 6

Schwetzinger Hofmusik-Akademie
Camerata Villa Musica
Werner Ehrhardt, Leitung

Konzert vom 14. Mai 2017 im Rokokotheater des Schwetzinger Schlosses (Schwetzinger SWR Festspiele)

Dieses Konzert können Sie während 30 Tagen nach Sendetermin nachhören.

Redaktion: Roland Fleig