Jörg Haider bei Autounfall ums Leben gekommen

Der österreichische Rechtspopulist Jörg Haider ist bei einem Autounfall gestorben. In Österreich herrscht von links bis rechts Betroffenheit.

Weitere Themen:

Auf der Jahresversammlung von IWF und Weltbank stellen die sieben grössten Industrieländer G7 einen Aktionsplan für die Finanzmärkte vor.

Die Forderung nach einem Wirtschaftsprogramm für die Schweiz wird von immer mehr Parteien unterstützt.

Beiträge

  • Das Unfallauto von Jörg Haider.

    Jörg Haider bei Autounfall umgekommen

    Der rechtsgerichtete österreichische Politiker Jörg Haider ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich am frühen Samstagmorgen bei Klagenfurt. Haider war auf dem Weg nach Hause.

    Der Kärntner Landeshauptmann (Ministerpräsident) und Chef der rechten Partei Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) habe mit seinem Dienstwagen kurz vor dem Unfall ein anderes Auto überhohlt, berichtete die Polizei. Danach sei er mit seinem Wagen aus noch unbekannter Ursache von der Strasse abgekommen.  Das Fahrzeug überschlug sich. Dabei habe Haider, der allein im Auto gewesen sei, schwerste Verletzungen im Kopf- und Brustbereich erlitten, an denen er wenig später gestorben sei. «Für uns ist das wie ein Weltuntergang», sagte Haiders Sprecher und Stellvertreter im Parteivorsitz, Stefan Petzner. Haider sei noch bei einer Veranstaltung gewesen und habe nach Hause fahren wollen, als sich der Unfall ereignete. Der Politiker hinterlässt eine Frau und zwei erwachsene Töchter.

    Tina Herren

  • Doris Leuthard.

    Stützungsprogramm für die Wirtschaft?

    Die Finanzkrise schlägt immer mehr auf die reale Wirtschaft durch. Nun wird die Forderung nach einem Stützungsprogramm für die Wirtschaft immer lauter.

    Vergangene Woche hatte Wirtschaftsministerin Doris Leuthard mögliche Massnahmen vorgeschlagen, um die Wirtschaft angesichts der sich verschärfenden Finanzkrise bei Laune zu halten. So könnten eventuell Massnahmen des Wachstumsprogramms vorzuziehen oder geplante Investitionen beschleunigt werden. Nun zeigt sich, dass auch die Mehrheit der Parteien handeln will.

    Dominik Meier

  • US-Finanzminister Henry Paulson.

    Aktionsplan der G7 gegen die Finanzkrise

    Die sieben führenden Industrieländer G7 wollen mit einem gemeinsamen Aktionsplan gegen die Weltfinanzkrise vorgehen.

    Dringende Massnahmen notwendig

    Die gegenwärtige Lage verlange «dringende und aussergewöhnlichen Massnahmen», heisst es in einer Erklärung in Washington von  Deutschland, Frankreich, Italien, Grossbritannien, Japan, Kanada und den USA .  US-Finanzminister Henry Paulson sagte, der Aktionsplan sei ein «einheitlicher Rahmen, der unsere individuellen und gemeinsamen Schritte leiten wird, um die Märkte mit Liquidität zu versorgen, Finanzinstitutionen zu stärken sowie Sparer und Investoren zu schützen.»   Vertrauen muss wiederhergestellt werdenEr kündigte an, dass die US-Regierung Anteile von Banken kaufen wolle, um Vertrauen ins Finanzsystem wiederherzustellen. «Nie war es wichtiger, gemeinsame Lösungen zu finden, um stabile und effiziente Finanzmärkte zu schaffen und die Weltwirtschaft gesunden zu lassen.»

    Beat Soltermann

Moderation: Tina Herren, Redaktion: Nicoletta Cimmino