Input entzaubert Jogging-Mythen

Die Hintergrundsendung von SRF 3 widmet sich der Jogger-Dichte und will wissen, wozu die Menschen rennen.

Wahr ist: Jogger leben tatsächlich tendenziell länger.
Bildlegende: Wahr ist: Jogger leben tatsächlich tendenziell länger. Keystone

Alle geben zu, dass sie sich regelmässig dazu aufraffen und zwingen müssen. Kraft gibt ihnen die Hoffnung: Auf ein längeres Leben, eine schönere Figur oder mehr Glückseeligkeit. Der Termin bei der Sportärztin zeigt: Nicht alle Hoffnungen erfüllen sich.

Joggen macht nicht schlank

Man nimmt mit dreimal Joggen in der Woche nur 500 Gramm ab. Das ist extrem wenig. Oft geschieht sogar das Umgekehrte: Wer sich nach dem Joggen mit einem Stück Kuchen oder einer Stange Bier belohnt, nimmt zu.

Joggen macht keine gute Figur

Man trainiert beim Joggen nur die untere Hälfte des Körpers, die Beine. Bauch. Arme und Rücken bleiben schlaff, nur die Beine werden stark und straff, manchmal sogar dick. Diese Figur entspricht nicht den gängigen Idealen.

Joggen erzeugt keine Glückshormone

Normales Laufen bei mittlerer Belastung löste selten Endorphine aus. Eine Hormonschwemme gibt es einzig beim sagenumwobenen Runners-High. Dieses erleben nur Läufer, die extrem hart an ihre körperliche Grenze gehen ergo arg leiden.

Joggen hilft nicht gegen Midlife-Crisis

Bei einer Laufstrecke unter 10 Kilometern ist der junge Läufer grundsätzlich schneller und besser unterwegs. Der Jüngere hat zum Beispiel eine kürzere Regenerationszeit. Ab 35 gilt ein Sportler beim Mediziner als alt.

Viele Halbweisheiten von Joggerinnen und Joggern erweisen sich natürlich auch als richtig: Zum Beispiel: Jogger leben tatsächlich tendenziell länger, weil sie ihren Herzmuskel trainieren. Ein gutfunktionierender Kreislauf senkt das Risiko eines Herzinfarktes. Und: Ja, Joggen kann süchtig machen: Es gibt Menschen, die wachen mitten in der Nacht auf und müssen laufen, um ihren Endorphin-Pegel im Körper zu erhöhen.

Input geht joggen: So macht mans richtig

Autor/in: Martina Arpagaus