«Best of...»: Irland: Der Brexit teilt die Insel abermals

  • Samstag, 30. Dezember 2017, 9:08 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 30. Dezember 2017, 9:08 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Samstag, 30. Dezember 2017, 11:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Samstag, 30. Dezember 2017, 23:03 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 31. Dezember 2017, 1:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 31. Dezember 2017, 5:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 31. Dezember 2017, 15:03 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 31. Dezember 2017, 20:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 31. Dezember 2017, 23:03 Uhr, Radio SRF 4 News

Die Grenze zwischen der Republik Irland und dem britischen Nordirland hat sich seit den 90er-Jahren praktisch aufgelöst. Wirtschaft und Menschen sind zusammengewachsen. Der Brexit wird sie jetzt aber wieder auseinanderreissen. Was sind die Folgen? Eine Spurensuche entlang der Grenze.

Vergammelter Hangar bei Newry. Bevor die Grenze verschwand, wurden hier Lastwagen durchsucht.
Bildlegende: Vergammelter Hangar bei Newry. Bevor die Grenze verschwand, wurden hier Lastwagen durchsucht. SRF. Martin Alioth.

Sharon Treacey-Dunne hat Tausende von Jugendlichen aus dem Norden und Süden Irlands zusammengebracht. Ihr Friedensprojekt riss geistige Mauern nieder, indem es die jungen Leute in Orchestern und Chören vereinigte. Sie fürchtet sich davor, dass der Brexit ihr Lebenswerk wieder zunichte macht und die Spannung im nord-irischen Konflikt erneut anheizt.
Paddy Hughes produziert Tierfutter. Wenn er heute eine Ladung seiner Produkte nach Deutschland verfrachtet, besteht der einzige administrative Aufwand darin, die Packliste auszudrucken. Wenn er eine Ladung nach Nahost verschickt, kostet ihn der Papierkram dagegen 1500 Pfund und benötigt drei Wochen. Mit dem Brexit könnten Lieferungen in die EU gleich schwierig werden wie nach Übersee. Grössere Firmen in der Gegend seien deshalb schon daran, ihren Standort von Nordirland in den Süden zu verlagern, sagt Hughes.

Wiederholung der Sendung vom 30. September 2017

Autor/in: Martin Alioth, Redaktion: Christoph Wüthrich