Italiens rote Hochburgen wanken

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Die Linke hat in den roten Hochburgen Emilia Romagna und Toskana seit dem Zweiten Weltkrieg fast durchgehend regiert. Doch nun verliert der sozialdemokratische «Partito Democratico» dort massiv an Stimmen und Einfluss. Zum Beispiel in Imola.

Katerstimmung vor den Wahlen: Der Sekretär des Partito Democratico von Imola, Marco Raccagna (Mitte), leitet eine Parteiversammlung.
Bildlegende: Katerstimmung vor den Wahlen: Der Sekretär des Partito Democratico von Imola, Marco Raccagna (Mitte), leitet eine Parteiversammlung. Franco Battel

In der Kleinstadt Imola, nahe Bologna, könnte die Linke erstmals seit über 70 Jahren die Macht verlieren. Auch in anderen Städten und Regionen drohen der Linken schwere Niederlagen.

Dabei zeigt das Beispiel Imola, dass die Linke dort nicht schlecht regiert hat. Die Strassen sind sauber, die Parkanlagen gepflegt, es gibt Velowege und der Abfall wird getrennt gesammelt. Doch in der langen italienischen Wirtschaftskrise ist auch in Imola ein Teil der Mittelschicht verarmt. Arbeitslosigkeit, prekäre Arbeitsverhältnisse, sogar die Zahl der Obdachlosen nahmen in den letzten Jahren zu.

Der «Partito Democratico» hat wie auch andere sozialdemokratische Parteien Europas in der Wirtschaftskrise massiv an Zustimmung eingebüsst. Es sind vor allem die Protestbewegung der Fünf Sterne und die rechte Lega, die die vielen Enttäuschten ansprechen und für sich gewinnen.

Autor/in: Franco Battel, Redaktion: Brigitte Zingg