Wo die Bärte spriessen – Salafismus in Deutschland

  • Samstag, 25. Juni 2016, 9:08 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 25. Juni 2016, 9:08 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Samstag, 25. Juni 2016, 11:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Samstag, 25. Juni 2016, 23:03 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 26. Juni 2016, 1:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 26. Juni 2016, 5:33 Uhr, Radio SRF 4 News
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    • Sonntag, 26. Juni 2016, 18:30 Uhr, Radio SRF 1 und Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 26. Juni 2016, 20:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 26. Juni 2016, 23:03 Uhr, Radio SRF 4 News

Der Bundesverfassungsschutz ist beunruhigt. Die Zahl der Salafisten in Deutschland hat sich in den letzten vier Jahren mehr als verdoppelt. Diese konservative bis extremistische islamische Strömung beschäftigt Deutschland.

Der 20jährige Hamburger Asif N. hat sich mit einem Selbstmordattentat in die Luft gesprengt.
Bildlegende: Der 20jährige Hamburger Asif N. hat sich mit einem Selbstmordattentat in die Luft gesprengt. IS-Video

Nicht jeder Salafist ist ein Dschihadist oder IS-Kämpfer. Aber die meisten Dschihadisten aus Deutschland sind Salafisten und viele tragen einen Bart. Dominic Musa Schmitz aus Mönchengladbach mit auffällig blauen Augen ist mit 17 zum Islam, genauer zu den Salafisten übergetreten. Und hat sich vor drei Jahren von ihnen gelöst. Er hat über seine Erfahrungen ein Buch geschrieben, berät Schulen und tritt in einem Theaterstück auf. Claudia Dantschke von der Organisation Hayat berät Mütter, deren Töchter nachts plötzlich aufstehen und beten und tagsüber in der Schule einschlafen. Oder sie hilft Vätern, ihre Söhne vom IS in Syrien zurückzuholen. Und sie greift dabei auf Methoden zurück, die sich bei Neonazi-Aussteigern bewährt haben.

Der Salafismus trägt in Deutschland Züge einer Jugendkultur. Die Moscheen sind zweitrangig. In Deutschland gibt es rund 8600 Salafisten, 800 sind nach Syrien zum IS gereist, 260 sind zurückgekehrt. Deutschland fürchtet Anschläge und in einem IS-Video taucht das Berner Münster auf.

Autor/in: Peter Voegeli, Redaktion: Iren Meier