Gefallene Mädchen

Staffel 1, Folge 3

Privatdetektiv Jack Taylor wird mit seiner eigenen sowie mit der Vergangenheit Irlands konfrontiert: Er soll eine ehemalige Nonne ausfindig machen, die in einer sogenannten Magdalenen-Wäscherei - einem Heim für «gefallene» Mädchen - die Insassen schikanierte.

Jack Taylor (Iain Glen) wird von der Tochter einer früheren Insassin der dubiosen Magdalenen-Wäschereien beauftragt, die Identität einer ehemaligen Nonne herauszufinden. Jeder nannte sie damals nur «Lucifer». Jack erhält das Tagebuch der verstorbenen Mutter seiner Auftraggeberin und beginnt, sich auf die Suche nach der ebenso geheimnisvollen wie grausamen Lucifer zu machen. Sie soll die böseste Nonne von allen gewesen sein und quälte die Mädchen auf sadistische Weise.

Im Tagebuch liest Jack über brutale Missstände und Erniedrigungen. Kaum hat Jack mit den Ermittlungen begonnen, wird er von Bill Cassell (Liam Carney), dem Unterweltboss Galways, unmissverständlich gewarnt: Er soll den Fall niederlegen, das Tagebuch aushändigen - oder er stirbt. Cassell meint es ernst und spielt russisches Roulette mit Jack. Dieser entgeht dabei nur knapp dem Tod. Cody schleicht sich währenddessen heimlich ins Kirchenarchiv und findet heraus, dass alle Unterlagen, die auf Lucifers Identität hinweisen könnten, verschwunden sind.

Alles sieht nach einer bewussten Verschleierung aus, an der Father Malachy (Paraic Breathnach), der engste Vertraute von Jacks Mutter, wesentlich beteiligt ist. Und dann macht Jack in dem alten Tagebuch eine Entdeckung, die ihn mehr als alles andere beunruhigt. Offenbar zählte auch seine eigene Mutter, zu der er seit jeher ein eher gespanntes Verhältnis unterhält, damals als Heiminsassin zu den «gefallenen Mädchen».

Jacks Recherche wird so ungewollt zu einer Reise in die Vergangenheit der eigenen Familie. Und was als scheinbar simple Personenrecherche begonnen hat, entwickelt sich, ohne dass sich zunächst ein Zusammenhang dazu herstellen lässt, zu einer blutigen Mordserie.

Die Handlung der «Jack Taylor»-Folge «Gefallene Mädchen» hat einen Bezug zur Realität: Magdalenen-Wäschereien waren in Irland - bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein - Heime für «gefallene Mädchen». Die jungen Frauen waren stigmatisiert als Sünderinnen, mussten unter strenger Führung katholischer Nonnen Busse tun und ohne Lohn in der Wäscherei arbeiten. Die Magdalenen-Heime waren aber auch Schauplätze schlimmster Misshandlungen und Demütigungen durch die Nonnen.

SRF 1 zeigt «Jack Taylor - Gefallene Mädchen» exklusiv in Zweikanalton deutsch/englisch.